Mediziner Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch
Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch ist Geschäftsführer des Deutschen Instituts für
Gesundheitsforschung gGmbH mit Sitz in Bad Elster im sächsischen Vogtlandkreis. Das Institut setzt Forschungsvorhaben, unter anderem in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation und Qualitätssicherung, um. Neben seiner Forschungstätigkeit übernimmt Prof. Resch auch Aufgaben in der Entwicklung, Bildung und Beratung. Um das Thema „Mineralwasser“ aus wissenschaftlicher Sicht etwas näher zu beleuchten, hat Carolinen bei Prof. Resch nachgefragt.
- Herr Prof. Resch, Leitungswasser oder Mineralwasser – was ist bei Ihnen die Nummer 1?
Diese Wahl wird bei mir immer ein gutes Mineralwasser gewinnen, das viel mehr an genau den Mineralstoffen und Spurenelementen enthält, die für mich wichtig sind, als das beste Leitungswasser. Das kommt daher, dass Mineralwasser typischerweise aus großer Tiefe unter der
Erdoberfläche stammt und auf seinem Weg dorthin durch verschiedene Gesteinsschichten Mineralien und Spurenelemente mitgenommen hat. Diese haben eine hohe Bioverfügbarkeit.
- Was genau versteht man denn unter „Bioverfügbarkeit“?
Durch Nahrung und Getränke nehmen wir tagtäglich Nährstoffe, Vitamine und Mineralien zu uns, die wir nicht selber herstellen können. Unser Körper kann jedoch bei weitem nicht alles, was wir ihm zuführen, auch verarbeiten und aufnehmen. Entscheidend ist, wie viel des Aufgenommenen dem Stoffwechsel tatsächlich zur Verfügung steht. Wir Fachleute bezeichnen dies als Bioverfügbarkeit.
- Im Vergleich, wie verfügbar sind die Mineralstoffe aus Mineralwasser und die aus fester Nahrung?
Mineralstoffe aus Mineralwasser kann der Körper mindestens so gut aufnehmen wie aus Milch, unserer Hauptcalciumquelle. Das liegt unter anderem daran, dass die Mineralstoffe im Wasser ja bereits gelöst sind. Feste Nahrung muss erst verdaut werden, um die Mineralstoffe freizusetzen, die Bioverfügbarkeit ist dementsprechend geringer.